Orgelmusik und Chor

Wie kommt Sabine zu diesem Thema?

Ich lernte vom 8. Lebensjahr an Klavierspielen. Als ich mit 13 Jahren Oboe spielen lernen wollte, sich aber keine Möglichkeit ergab, beschloß ich, im Bistum Limburg Unterricht an der Kirchenorgel zu nehmen.

Eine Kirchenorgel wird nicht umsonst "Königin der Instrumente" genannt. Es handelt sich ja nicht um das Instrument, das man von Alleinunterhaltern kennt, mit Rhythmus und Begleitautomatik, sondern um eine völlig andere Technik.

Die in Kirchen meist verwendete Orgel ist eine Pfeifenorgel, d.h. für jeden Ton, den man auf der Klaviatur - oder auf den Pedalen drückt, gibt es eine Pfeife. Das ist schon eine ganze Menge. Aber das Besondere an einer Orgel ist, daß man die Klangfarbe, die beim Drücken einer Taste erklingt, variieren kann. Dazu gibt es - an einer durchschnittlichen Kirchenorgel - sogenannte Register, ca. 20 an der Zahl. Jedes Register ahmt für sich ein Instrument nach, das beim Tastendruck erklingt. Durch beliebige Kombination dieser Register kann man sehr viele verschiedene, wunderbar bis bizarr klingende Ergebnisse zusammenstellen. Man spielt also als Organist eigentlich ein "ganzes Orchester". Dazu bedarf es natürlich einiger Übung, denn man muß nicht nur 10 Finger koordinieren, sondern passend dazu auch die Füße, die die Pedale bedienen. Wer nicht nur die Noten von Bach und Buxtehude u.a. spielen will, sondern zusätzlich auch eigene Variationen, z.B. Liedvorspiele zu den Kirchenliedern, sollte sich in der Harmonielehre ein wenig auskennen, also Begriffe wie Dur, Moll, Kirchentonarten, Tonika, Dominante, Subdominante, Kadenz usw. müssen immer parat sein, damit die Umsetzung z.B. im Gottesdienst dann auch klappt.

Ich habe einige Jahre den Organistendienst im Kelkheimer Kloster zu den Sonntagsgottesdiensten übernommen, d.h. zwei Wochenendgottesdienste mußten mit Liedern und einigen Stücken gestaltet werden. Das ist mehr Arbeit, als man denkt. Leider hat es bei mir nie zum Konzert-Organisten gereicht. Im Moment spiele ich regelmäßig einmal in der Woche bei einem Abendgottesdienst und an Sonntagen gerne als Vertretung.

Sind Sie an einer Vertretung interessiert? Schreiben Sie mir doch!

Denn irgendwann, so hoffen wir, ist wieder Zeit, mit ein Paar Unterrichtsstunden wieder so gut zu werden, daß ich neue, große Stücke lernen kann.

Meine Lieblingskomponisten sind die Romantiker Boellmann, Dubois usw., aber auch Bach und Buxtehude.

Unser zweiter Bezugspunkt zum Thema Kirchenmusik ist der kath. Kirchenchor St. Martin, Kelkheim Hornau. Seit meinem 13. Lebensjahr singe ich dort in der Alt-Stimme regelmäßig mit.

Singen macht Freude, Singen entspannt.

Der Kirchenchor von St. Martin darf sich zu recht als anspruchsvoller Laienchor bezeichnen. Das Repertoire umfaßt sehr viele A-capella-Stücke, Motetten von Rheinberger, Brahms usw. Sämtliche Mozartmessen, zwei Messen von Weber und auch moderne Kompositionen von Jongen oder Ridil gehören zum recht schnell abrufbaren Programm.

Das ist es, was immer wieder reizt, regelmäßig die Chorproben zu besuchen. Da der Chor eigentlich keinerlei weltliche oder lustige Chorwerke einstudiert, hat man nämlich schon manchmal genug von den ernsten, recht harten Proben vor Aufführungen.

Immerhin, zwanzig Jahre sind eine lange Zeit und verbinden. Daher arbeiten wir auch an einem Internetauftritt für den Chor.
Demnächst vielleicht hier mehr ...

... und hier geht´s zum Webauftritt des Chors: Musica Sacra


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