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Gesundheitliche Aspekte

von Mobilfunk und ortsfesten Funkanlagen



Danke fürs Bild an http://www.nobbi.com Das Thema "Gesundheitsgefährdung durch Funk/Mobilfunk" polarisiert die Öffentlichkeit. Leider werden die meisten Diskussionen emotional und/oder auf Stammtischniveau geführt. Die öffentlich diskutierenden Parteien schwanken zwischen Hysterie und Verharmlosung. Diese Infoseite will bei der Bewertung der Argumente helfen und Sie als Leser in die Lage versetzen, zu einer eigenen Einschätzung zu gelangen.

Auf den ersten Blick erscheinen Informationen zu diesem Thema auf der Website eines Funkamateurs natürlich nicht neutral. Ich versichere jedoch, daß ich hier sowohl pro- als auch contra-Links neutral darstellen möchte, damit Sie als Leser umfassend informiert sind und sich besser eine eigene Meinung bilden können!


Worum es eigentlich geht ...
Sendet ein Sender Funkwellen aus, werden diese u.a. auch von biologischen Systemen in der Nähe, wie z.B. menschlichen Körpern, absorbiert. Die Absorption solcher Funkwellen stellt an sich noch kein Problem dar, da solche Strahlung auch vom freien Weltall mit geringer Intensität ausgeht und von uns absorbiert wird. Je höher die Intensität dieser absorbierten Funkwellen ist, um so mehr heizt sich das absorbierende Gewebe auf (Effekt, den die Mikrowellenöfen ausnutzen). Man spricht von thermischen Effekten. Unstrittig ist, daß diese thermischen Effekte ab einer gewissen Größenordnung gesundheitsschädlich werden und deshalb gibt es Grenzwerte, die die maximal erlaubte "Aufheizung" eines menschlichen Körpers bzw. Körperbereiches beschreiben (Grenze der medizinischen Unbedenklichkeit).

Danke fürs Bild an http://www.nobbi.com Diese Grenzwerte können auf zwei Arten angewandt werden. Entweder hat ein Funksystem eine für seine Anwendung notwendige maximale Ausgangsleistung, die multipliziert mit dem Antennengewinn die sog. effektive Strahlungsleistung ergibt. Aus dieser Strahlungsleistung und dem Grenzwert läßt sich der Sicherheitsabstand errechnen, der im sogenannten kontrollierten Bereich liegen muß; d.h. es muß sichergestellt sein, daß sich niemand in diesem Sicherheitsbereich "länger als vorübergehend" aufhalten kann. Diese Vorgehensweise wird im Mobilfunk angewandt. Für jedes kommerzielle Antennensystem muß es eine Standortbescheinigung geben, die diesen Sicherheitsabstand ausweisen muß. Für ein Antennensystem kann man aber auch den gegebenen Sicherheitsabstand der aufgrund baulicher Gegebenheiten eingehalten werden kann ausmessen und mit diesen Abstandsinformationen und Antennendaten die maximal mögliche Ausgangsleistung des Senders berechnen, mit der der gegebene Sicherheitsabstand dann eingehalten werden kann. Diese Vorgehensweise wird vermehrt von Funkamateuren angewandt. Funkamateure benötigen keine Standortbescheinigung, da sie die notwendigen Fachkenntnisse in der Prüfung zur Amateurfunk-Lizenz nachgewiesen haben. Sie müssen jedoch für Ihre Sender und Antennen die gleichen Daten (z.B. Sicherheitsabstände) berechnen und vorhalten.

Beim Mobilfunk der D- und E-Netze und auch bei den schnurlosen Heimtelefonen nach dem sog. DECT-Standard handelt es sich nicht um eine analoge Signalaussendung, wie bei herkömmlichen Sendern (Amateurfunk, Feuerwehr, Polizei, und auch Rundfunk), sondern um eine digitale Aussendung. Hierbei wird beim GSM-Standard (D- und E-Netze) mit einem digitalen Verfahren gearbeitet, bei dem bis zu 8 Handys den gleichen Kanal benutzen können. Dies ist möglich, da die 8 Handys und die Basisstationen Ihre Signale in einem sog. Zeitschlitzverfahren aussenden. Beim Telefonieren sendet ein Handy ein digitales "Datenpaket" also nur während einem von 8 möglichen Zeitschlitzen; dies ergibt pro Sekunde etwa 217 Zeitschlitze. Zwischen diesen Paketen, also während der restlichen 7 Zeitschlitze sendet es nicht. Durch dieses Verfahren spricht man von pulsierender Aussendung bzw. niederfrequent gepulster (217 Hz) Hochfrequenzaussendung (900 MHz im D-Netz oder 1800 MHz im E-Netz). Bei Basisstationen, die ja mit mehr als einem Handy in Kontakt stehen können schwankt die Frequenz der Pulsung zwischen 217 und 1.736 Hz. Bei den schnurlosen DECT-Telefonen liegt sie bei ca. 100 Hz.

Der oben beschriebene thermische Effekt ist aus meiner Sicht seit langer Zeit bekannt und unstrittig. Mir sind aus meiner Lehrzeit (1978-81) am stärksten Mittelwellensender der ARD Forschungen zu diesem Thema bekannt. Nur sehr wenig erforscht sind jedoch die sogenannten "athermischen Effekte". Sie sollen speziell durch die niederfrequente Pulsung der heute üblichen Mobilfunksignale hervorgerufen werden. Zu diesem Thema gibt es bereits Studien, deren Ergebnisse genauso wie die Auftraggeber leider nicht immer nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse werden zudem von verschiedenen Wissenschaftlern unterschiedlich interpretiert. Hier bleibt dem medizinisch und biologischen Laien leider nur übrig, möglichst viele der Ergebnisse und Interpretationen zu lesen, um sich ein eigenes Bild machen zu können. Genau dazu soll Ihnen diese Seite weiterhelfen.


... demnächst mehr zum Thema Grenzwerte ...


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